Pilotstudie 2015

Für das Projekt Milestone wurde eine Pilotstudie angefertigt. Die Studie zeigt, wie das Unternehmen die Kalilagerstätte bei Milestone durch ein reduziertes potenzielles Produktionsniveau unter Anwendung innovativer selektiver Kalisolungsverfahren effektiv abbauen kann. Hauptziel hierbei war die Verringerung des Investitionsaufwands (CAPEX) bei einem zugleich konkurrenzfähigen Betriebsaufwand (OPEX). Zu den in der Pilotstudie berücksichtigten Anlagen für das Projekt Milestone gehören: ein Kavernenbohrfeld, eine Nassverarbeitungsanlage, eine Trockenverarbeitungsanlage, ein Produktlager, eine Verladestation und alle anderen erforderlichen Infrastruktureinrichtungen vor Ort.

 

Wichtige Eckdaten der Pilotstudie:

Geplante Produktionskapazität

146.000 Tonnen pro Jahr
Investitionsaufwand 80,6 Mio. C$
Betriebsaufwand 80 C$ pro Tonne  
(ausschließlich Logistik und Abgaben)
Transportkosten 70 C$ pro Tonne
Nachhaltiger Investitionsaufwand 12 Mio. C$
(im 5. Jahr)
Genauigkeit +/- 25%
Kalipreis 315 US$ pro Tonne
(Standardqualität)
C$/US$-Wechselkurs 1,22
Betriebslaufzeit 12 Jahre
IZF nach Steuern und Abgaben 25,2%
NPV nach Steuern und Abgaben 56,7 Mio. C$

 

Die Studie umfasst eine Analyse eines selektiven Abbauverfahrens, das auf horizontal niedergebrachten Bohrungen beruht. Der Schwerpunkt hierbei liegt zunächst auf der Solung des Kaliformationsglieds Esterhazy. Das Verfahren der selektiven Untertagesolung hat sich in der Industrie bewährt; das exakte, in der Pilotstudie vorgeschlagene Verfahren wurde bislang jedoch nicht in Saskatchewan angewendet.

Die Pilotstudie sieht den zeitgleichen Betrieb von drei Pilotproduktionskavernen vor. Über die horizontalen Bohrungen wird eine gesättigte Natriumchlorid-Lösung eingespritzt, die wärmer als die umliegende Temperatur der Gesteinsformation ist. Das Kaliumchlorid (KCl) wird anschließend innerhalb der Kaliformation selektiv gelöst, während ein Natriumchlorid-Gitter zurückbleibt. Die mit Kaliumchlorid angereichterte Lösung wird schließlich über die Produktionsbohrungen an die Oberfläche gebracht. Die Kaliumchlorid-Gewinnung erfolgt über die Lieferung der Kaliumchlorid-Lösung an eine orderidische Kristallisationsanlage, die jährlich 145.600 Tonnen an sog. Standard Muriate of Potash produzieren soll.

 

Die Pilotstudie beruht auf einer Mineralressourcenschätzung für das Formationsglied Esterhazy (geplante Abbausohle) im untersuchten Gebiet, die sich folgendermaßen zusammensetzt:

  • eine gemessene Ressource im Umfang von 7,17 Millionen Tonnen mit 39,5 % Kaliumchlorid (KCl)
  • eine angezeigte Ressource von 11,56 Millionen Tonnen mit 39 % KCl
  • eine abgeleitete Ressource von 1,77 Millionen Tonnen mit 39 % KCl

 

Zur Bestimmung des oberen und unteren Endes des Formationsgliedes wurde ein Cutoff-Gehalt von 15,8 % KCl (10 % Kaliumoxid; K2O) angewendet. Für das Formationsglied selbst wurde ein allgemeiner Cutoff-Gehalt von 23,8 % KCL (15 % K2O) herangezogen. Da bisher nicht klar ist, ob die Formationsglieder Belle Plaine und Patience Lake im von der Pilotstudie untersuchten Gebiet später abgebaut werden bzw. können werden, wurden für diese beiden Glieder keine Mineralressourcenschätzungen angefertigt.

Die gemessenen und angezeigten Ressourcen im Bereich der Bohrungen M 001, M 002 und M 002A verhalten sich unter Anwendung eines Cutoff-Gehalts von 15,0 % K2O bzw. 23,8 % KCl folgendermaßen:

  • gemessene Mineralressource: 231 Millionen Tonnen Sylvinit (in situ) mit 20,9 % KCl bzw. 13,2 % K2O
  • angezeigte Mineralressource: 539 Millionen Tonnen Sylvinit (in situ) mit 21,8 % KCl bzw. 13,8 % K2O

 

Die abgeleiteten Ressourcen in der Konzession KLSA 008 werden unter Anwendung eines Cutoff-Gehalts von 15,0 % K2O bzw. 23,8 % KCl auf 10,706 Milliarden Tonnen Sylvinit (in situ) mit 25,8 % KCl bzw. 16,3 % K2O geschätzt.

Mehr zur Pilotstudie erfahren Sie hier.

 

Im Rahmen der Pilotstudie wurden erste Prozessablaufdiagramme, Grundrisszeichnungen, Entwürfe der Kavernen und Bohrplatten gemeinsam mit Gerätelisten und anderen technischen Daten erstellt. Die Investitions- und Betriebsaufwandschätzungen (CAPEX und OPEX) erfolgten auf dem Niveau des Standards AACE Class 4 (+/- 25 %).  Der CAPEX und OPEX wurden mit einer Zielgenauigkeit von +25 % berechnet, was für eine Studie auf dem Niveau des Standards AACE Class 4 typisch ist. Die Kosten sind in kanadischen Dollar (C$) angegeben, während die Preise in US-Dollar (US$) ausgewiesen sind. Es wird ein Wechselkurs von 1 US$ = 1,22 C$ unterstellt. Die erste CAPEX-Schätzung für die Anlage beläuft sich auf 80,6 Millionen C$ und berücksichtigt Aufwendungen für Wasserversorgungsleitungen. Im fünften Jahr wird mit einem nachhaltigen CAPEX von 12 Millionen C$ gerechnet. Der OPEX wurde bei einer Produktionsleistung von 146.000 Tonnen pro Jahr auf 80 C$ pro Tonne geschätzt. Die wirtschaftliche Analyse bescheinigt dem Projekt unter Annahme eines nominalen Diskontsatzes von 10 % und eines Kalipreises von 315 US$ pro Tonne (384 C$ pro Tonne basierend auf dem unterstellten Wechselkurs) einen Kapitalwert (NPV) nach Steuern und Abgaben von 56,7 Millionen C$ und einen internen Zinsfuß (IZF) von 25,2 %. Bei der Pilotstudie handelt es sich um eine wirtschaftliche Erstbewertung, die vorläufigen Charakter hat und abgeleitete Mineralressourcen umfasst. Abgeleitete Mineralressourcen gelten aus geologischer Sicht als zu spekulativ, um aus wirtschaftlicher Sicht als Mineralreserven eingestuft werden zu können. Es kann nicht gewährleistet werden, dass abgeleitete Ressourcen in die gemessene oder angezeigte Kategorie hochgestuft oder dass gemessene und angezeigte Ressourcen in nachgewiesene und wahrscheinliche Reserven umgewandelt werden können. Es besteht des Weiteren keine Gewissheit, dass die Ergebnisse der Pilotstudie realisiert werden können. Mineralressourcen, die keine Mineralreserven darstellen, sind nicht notwendigerweise wirtschaftlich rentabel. Die Schätzung der Mineralressourcen in der Pilotstudie kann von diversen Faktoren, wie z.B. Umweltauflagen, Genehmigungen, Gesetzeslage, Besitzanspruch, Steuern, der gesellschaftspolitischen Situation, Marketing oder anderen wichtigen Faktoren maßgeblich beeinflusst werden.

Das geplante Abbauverfahren, das potenzielle Produktionsprofil und der geplante Produktions- bzw. Abbauplan, auf die in der Pilotstudie Bezug genommen wird, sind konzeptueller Art. Weitere technische Studien sind erforderlich, um deren Realisierbarkeit umfassend bewerten zu können. Es besteht keine Gewissheit, dass ein potenzieller Solungsbetrieb realisiert werden kann und eine Entscheidung zur Produktionsaufnahme gefällt werden wird. Eine Produktionsentscheidung, die nicht auf Grundlage einer Machbarkeitsstudie getroffen wurde, ist mit zusätzlichen potenziellen Risiken verbunden. Hierzu zählen unter anderem die Berücksichtigung von abgeleiteten Mineralressourcen, die aus geologischer Sicht als zu spekulativ gelten, um als wirtschaftlich rentable Mineralreserven eingestuft werden zu können. Die Minenentwürfe, Abbaupläne, metallurgischen Fließbilder und Entwürfe der Aufbereitungsanlage bedürfen weiterer eingehender Arbeiten, wirtschaftlicher Analysen und interner Untersuchungen, um zufriedenstellende Betriebsbedingungen und Beschlüsse hinsichtlich einer zukünftigen gezielten Produktion zu gewährleisten.

Die Begriffe „Erz“, „abbauwürdig“, „Förderung“ und „Abbau“ dienen auf dieser Website bzw. in der Pilotstudie lediglich zur Unterscheidung zwischen mineralisiertem Material (einschließlich Verwässerung), dessen Gehalt über einem wirtschaftlichen Cutoff-Grad liegt, und Haldengestein. Es werden keine Rückschlüsse auf Mineralreserven gezogen.

Die gemessenen, angezeigten und abgeleiteten Mineralressourcen wurden auf Grundlage der Kalimengen in Zylindern klassifiziert, deren Mittelpunkte die ausgewerteten Kernbohrungen im Konzessionsgebiet sind. Der Einflussradius (Radius of Influence; „ROI“) für jede Ressourcenkategorie reflektiert das Vertrauensniveau in die Kontinuität der Mineralisierung. Der ROI sinkt mit steigendem Vertrauensniveau (abgeleitet < angezeigt < gemessen).

Der ROI beträgt 0,8 Kilometer (0,5 Meilen) für gemessene Ressourcen, 1,6 Kilometer (1 Meile) (an der Außenseite der Bohrungen) und 2,5 Kilometer (1,55 Meilen) (zwischen eng beieinanderliegenden Bohrungen mit seismischer Datenabdeckung) für angezeigte Ressourcen und 8 Kilometer (5 Meilen) für abgeleitete Ressourcen.