Das Milestone-Pilotprojekt

Western Potash entwickelte gemeinsam mit Amec Foster Wheeler und Agapito Associates Inc. einen endgültigen technischen Bericht. Dieser Bericht verdeutlicht, wie das Unternehmen die Kalilagerstätte bei Milestone durch ein reduziertes potenzielles Produktionsniveau unter Anwendung von innovativen selektiven Kalisolungsverfahren und Kristallisierungsbecken effektiv abbauen kann. Hauptziel dabei war die Verringerung des Investitionsaufwands (CAPEX) bei einem zugleich konkurrenzfähigen Betriebsaufwand (OPEX). Zu den Verarbeitungsanforderungen für das Projekt Milestone gehören: sechs (6) horizontale Kavernen über die Laufzeit des Pilotprojektes, ein Kristallisierungsbecken, eine Verarbeitungsanlage, ein Produktlager, eine Verladestation und alle anderen erforderlichen Infrastruktureinrichtungen vor Ort.

Zweck des Milestone-Pilotprojektes ist die Prüfung und Optimierung des horizontalen Solungsverfahrens in Saskatchewan. Zudem soll ermittelt werden, wie dieses Verfahren auf eine Produktion bei voller Leistung angewandt werden kann. Dieses Pilotprojekt ist wahrhaft innovativ und könnte die Kaligewinnung in der Provinz revolutionieren.

 

Wichtigste Ergebnisse der Pilotstudie:

Geplante Produktionsleistung

146.000 Tonnen pro Jahr
Betriebslaufzeit 12 Jahre
Anzahl der Kavernen 6
Wasserquelle Brackwasser aus der Formation Mannville
Zielformationsglied Esterhazy
Kaligehalt 37%

 

Die Pilotstudie beruht auf einer Mineralressourcenschätzung für das Formationsglied Esterhazy (geplante Abbausohle) im untersuchten Gebiet (Section 20, Township 14, Range 17, westlich des Second Meridian). Zur Bestimmung des oberen und unteren Endes des Formationsgliedes wurde ein Cutoff-Gehalt von 15,8 % KCl (10 % Kaliumoxid; K2O) angewandt.

Verarbeitung

Die Verarbeitungsanlage misst circa 30 mal 30 mal 15 Meter. In diesem Gebäude befinden sich die wesentlichen Verabreitungsgeräte, welche die heiße Flüssigkeit für die Einspritzung erzeugen und die Rücklaufsole zur Produktion von Kali trocknen. Das Gebäude, in dem sich das Produktlager und die Verladestation befinden, misst etwa 25 mal 50 mal 15 Meter und wird in etwa die Kalimenge, die pro Woche produziert wird, fassen. Zudem wird ein Verwaltungsgebäude für die Betriebs-, Wartungs- und Verwaltungsmitarbeiter errichtet. Kleinere Gebäude für die Heizkessel und die elektrische Ausrüstung werden ebenfalls am Standort gebaut.

Becken

Das Kristallisierungsbecken befindet sich östlich der Verarbeitungsanlagen und misst rund 15 Acres. Die Sole tritt an der südwestlichen Ecke in das Becken ein und wird an der nordwestlichen Ecke rückgewonnen. Das Kristallisierungsbecken wird mit einem Freibord von einem Meter zum Schutz der Umgebung im Falle eines seltenen Sturmereignisses ausgestattet. Solekontrollbohrungen sind rund um das Kristallbecken angesiedelt. Nördlich des Anlagenstandorts werden ein kleines Becken für Niederschlagswasser, das dem Auffangen etwaiger Abflüsse des Standorts dient, und ein Becken für Rohwasser, das Wasser für etwa zwei Tage fasst, gebaut.

Betriebsmittel

Das Rohwasser wird aus einem Brunnen, der sich 10 Kilometer südöstlich des Anlagenstandorts befindet, zum Projektgelände befördert. Wir werden etwa eine halbe Meile in den Mannville-Grundwasserleiter bohren. Der Brunnen wird zum Schutz des Grundwassers verrohrt und zementiert werden.

Die Stromversorgung der Anlage und des Bohrfelds erfolgt über eine 25kV-Freileitung und unterirdischen Stromleitungen. Eine 3-Zoll-Leitung wird ein Erdgas-Regelwerk an eine größere Übertragungsleitung rund 4,5 Kilometer westlich des Standorts anbinden.

Innovation

Das Team für das Projekt Milestone begeistert sich für Innovationen. Aufgrund des schwierigen Wirtschaftsklimas waren innovative Lösungen gefragt, um ein neues Projekt auf die Beine zu stellen. Im Rahmen des Pilotprojektes kommt eine Technologie zum Einsatz, die in Saskatchewan bisher nicht verwendet wurde: die selektive horizontale Solung. Dieses Verfahren könnte die Kaligewinnung in diesem Gebiet grundlegend ändern.

Das für das Pilotprojekt zuständige Team sieht den zeitgleichen Betrieb von drei Pilotproduktionskavernen vor. Über die horizontalen Bohrungen wird eine gesättigte Natriumchlorid-Lösung eingespritzt, die wärmer als die umliegende Temperatur der Gesteinsformation ist. Das Kaliumchlorid (KCl) wird anschließend innerhalb der Kaliformation selektiv gelöst, während ein Natriumchlorid-Gitter zurückbleibt. Die mit Kaliumchlorid angereichterte Sole wird schließlich über die Produktionsbohrungen an die Oberfläche gebracht. Die Kaliumchlorid-Gewinnung erfolgt über die Lieferung der Kaliumchlorid-Lösung an ein orderidisches Kristallisationsbecken, in dem jährlich 146.000 Tonnen an sog. Standard Muriate of Potash produzieren werden sollen.

*Diese Abbildung bietet lediglich eine visuelle Darstellung, ist nicht maßstabsgetreu und stellt nicht die tatsächliche Form oder Lage der Kavernen dar*

Ökologischer Fußabdruck

Das für das Projekt Milestone vorgesehene horizontale Solungsverfahren nutzt eine gesättigte Sole zur Gewinnung des Kalis, was bedeutet, dass das Salz nicht an die Erdoberfläche gebracht wird. Stellen Sie sich das einmal vor: eine Mine ohne Rückstandshalden! Dieses Verfahren benötigt nur halb so viel Wasser wie ein traditioneller Solungsbetrieb. Unsere Pläne sehen die Verwendung von Brackwasser, Wasser, das nicht als Trinkwasser geeignet ist, und die größtmögliche Wiederverwertung vor. Durch die Nähe unseres Bohrfelds zur Aufbereitungsanlage ist auch unsere Standfläche sehr gering: nur etwa die Hälfte eines Viertels einer Parzelle.

Investitionen in die Gemeinschaften

Das Projektteam ist sich bewusst, dass die Bergbauindustrie in Partnerschaft mit den Gemeinden Herausragendes leisten kann. Während dem Bau und dem Betrieb des Pilotprojektes werden wir lokale Projekte engagiert unterstützen, die dem Aufbau von Kapazitäten in den Bereichen WASSERqualität, -forschung und -verbrauchsverringerung; ENERGIEeffizienz und Entwicklungen im Bereich der erneuerbaren Energien; ABFALLvermeidung, Entsorgungsinfrastruktur und Verbesserungen im Bereich Recycling und INNOVATION dienen. Wir werden zudem Initiativen unterstützen, die zur Zukunftsfähigkeit der lokalen Gemeinschaften beitragen.

Wirtschaftlicher Nutzen

Wie alle Kapitalprojekte wird auch das Projekt Milestone wirtschaftlich positive Auswirkungen auf die ländlichen Gemeinschaften und die Provinz haben. Im Gegensatz zu anderen Bergbauprojekten setzt das Pilotprojekt auf Innovationen, um die Verbesserung der Umweltbedingungen des Kalibergbaus voranzutreiben. Das dem Pilotprojekt zugrundeliegende Verfahren wird Umweltbelastungen wie Wasser- und Energieverbrauch, Absacken und Oberflächenstörungen, Lärmbelästigung und Emissionen verringern.

Das Pilotprojekt wird mehr als 307 Millionen $ in die Wirtschaft einspritzen und den Gemeinschaften auf lokaler, regionaler und provinzieller Ebene zugute kommen. Der wirtschaftliche Nutzen entsteht aus direkten Anstellungen, Einkäufen, Steuern und Abgaben und einer Steigerung des BIP sowie indirekten und induzierten wirtschaftlichen Effekten.

Der aus unserem Pilotprojekt erwartete Nutzen auf Grundlage von Verfahren zur wirtschaftlichen Folgenabschätzung ist in der nachfolgenden Tabelle näher beschrieben.

 

Im Rahmen der Pilotstudie wurden erste Prozessablaufdiagramme, Grundrisszeichnungen, Entwürfe der Kavernen und Bohrplatten gemeinsam mit Gerätelisten und anderen technischen Daten erstellt. Die Investitions- und Betriebsaufwandschätzungen (CAPEX und OPEX) erfolgten auf dem Niveau des Standards AACE Class 4 (+/- 25 %).

Das geplante Abbauverfahren, das potenzielle Produktionsprofil und der geplante Produktions- bzw. Abbauplan, auf die in der Pilotstudie Bezug genommen wird, sind konzeptueller Art. Weitere technische Studien sind erforderlich, um deren Realisierbarkeit umfassend bewerten zu können. Es besteht keine Gewissheit, dass ein potenzieller Solungsbetrieb realisiert werden kann und eine Entscheidung zur Produktionsaufnahme gefällt werden wird. Eine Produktionsentscheidung, die nicht auf Grundlage einer Machbarkeitsstudie getroffen wurde, ist mit zusätzlichen potenziellen Risiken verbunden. Hierzu zählen unter anderem die Berücksichtigung von abgeleiteten Mineralressourcen, die aus geologischer Sicht als zu spekulativ gelten, um als wirtschaftlich rentable Mineralreserven eingestuft werden zu können. Die Minenentwürfe, Abbaupläne, metallurgischen Fließbilder und Entwürfe der Aufbereitungsanlage bedürfen weiterer eingehender Arbeiten, wirtschaftlicher Analysen und interner Untersuchungen, um zufriedenstellende Betriebsbedingungen und Beschlüsse hinsichtlich einer zukünftigen gezielten Produktion zu gewährleisten.

Die Begriffe „Erz“, „abbauwürdig“, „Förderung“ und „Abbau“ dienen auf dieser Website bzw. in der Pilotstudie lediglich zur Unterscheidung zwischen mineralisiertem Material (einschließlich Verwässerung), dessen Gehalt über einem wirtschaftlichen Cutoff-Grad liegt, und Haldengestein. Es werden keine Rückschlüsse auf Mineralreserven gezogen.