Häufig gestellte Fragen

Was ist Kali?

Kali ist ein kaliumreiches Salz, das in untertägigen Lagerstätten abgebaut wird. Diese Lagerstätten entstanden vor Millionen von Jahren durch die Verdunstung großer Meeresbecken. Kalium ist ein für alle Pflanzen, Tiere und Menschen unentbehrliches Element.

In Form von Kaliumchlorid (KCl) stärkt Kali Pflanzen und unterstützt sie bei der Wasserrückhaltung. Dadurch verbessern sich die Ernteerträge, die Widerstandskraft gegen Krankheiten und die Transportfähigkeit.

 

Gibt es brauchbare Alternativen zu Kali?

Ungefähr 95 Prozent der gesamten Kaliproduktion wird in der Landwirtschaft verbraucht. Dort wird Kali als Düngemittel eingesetzt. Kalium kann durch keinen anderen Nährstoff ersetzt werden und für Kali gibt es keinen wirtschaftlichen Ersatz als Quelle für Kaliumdünger.

 

Was sind Düngemittel?

Düngemittel sind Pflanzennahrung. Sie sind eine Mischung der Nährstoffe, die Pflanzen absorbieren müssen, um zu wachsen. Die Hauptelemente in Düngemitteln sind: Stickstoff, Phosphor und Kalium (oft als „N-P-K“ bezeichnet). Es gibt eine Vielzahl von Spurenelementen wie z. B. Kupfer, Mangan, Zink und Bor, die ebenfalls für ein normales Pflanzenwachstum notwendig sind.

Alle Pflanzennährstoffe, ob sie in organischen oder mineralischen Düngemitteln vorkommen, sind identisch. Mineralische Düngemittel besitzen jedoch den Vorteil, dass die Konzentrationen und die Nährstoffe je nach Vorgaben individuell zusammengestellt werden können. Mineralische Düngemittel können den jeweiligen Bedürfnissen der einzelnen Pflanzen und Böden angepasst werden.

 

Warum benötigen wir Düngemittel?

Während ihres Wachstums absorbieren und verbrauchen Pflanzen Nährstoffe aus dem Boden. Landwirte ernten diese Nährstoffe, wenn sie die Ernte einbringen. Düngemittel, organisch oder mineralisch, nähren den Boden, indem sie dem Boden die wesentlichen mineralischen Nährstoffe wieder zuführen.

Es wurde gezeigt, dass Pflanzen zur Produktion von 10 bis 15 kg Getreide 1 kg Stickstoff benötigen. Unsere Atmosphäre besteht zu 80 % aus Stickstoff. Die meisten tropischen Böden fixieren oder entziehen der Luft genügend Stickstoff, um circa 1 Tonne Getreide pro Hektar zu produzieren.

Für eine größere Produktion muss den Pflanzen mehr Stickstoff zur Verfügung stehen. Es spielt keine Rolle, ob der Stickstoff aus organischen oder mineralischen Düngemitteln stammt. Pflanzen benötigen ebenfalls Phosphor, Kalium und Spurenelemente. Falls einem Boden diese Elemente fehlen oder er nur unzureichende Mengen enthält, müssen sie in Form von Düngemitteln zugeführt werden. Andernfalls stagnieren die Erträge oder es kommt zu Missernten.

 

Sind Düngemittel umweltschädlich?

Eine schlechte Nutzung der Pflanzennährstoffe, ob als organische oder mineralische Düngemittel, kann zu einem Verlust einiger Nährstoffe an die Umwelt führen. Dies kann die natürlichen Ökosysteme aus dem Gleichgewicht bringen. Wenden Landwirte jedoch die angemessenen Agrarmethoden an, werden die Pflanzen den Großteil der richtig angewandten Düngemittel absorbieren.

Die Verwendung von zu wenig Pflanzennährstoffen kann ebenfalls verheerende Auswirkungen auf die Umwelt haben. In den 1930er Jahren, vor dem verbreiteten Einsatz mineralischer Düngemittel, war Nährstoffverarmung  beim Großteil der in Nordamerika landwirtschaftlich genutzten Flächen weit verbreitet. Das Ergebnis war die Dust-Bowl-Epoche mit ihrer großflächigen Winderosion und gewaltigen Staubstürmen.

 

Organische Düngemittel im Vergleich zu mineralischen Düngemitteln?

Organische Düngemittel bestehen entweder aus Pflanzenresten oder Viehdung. Die Menge an Nährstoffen, die sie pro Kilogramm in den Boden einbringen, kann niemals genau gemessen werden.

Umgekehrt werden die mineralischen Düngemittel chemisch aufbereitet, um den Bedarf der Pflanzen zu decken. Sie können die Pflanzennährstoffe in exakten, wissenschaftlich bestimmten Mengen abgeben.

Abgesehen von der Vergrößerung der Ernteerträge und der Verbesserung des Eintragspotenzials des Landwirts gehört die Auswirkung auf die organischen Substanzen zu den größten Vorteilen vollständiger und ausgewogener Pflanzendüngung. Sowohl organische als auch anorganische Düngemittel tragen zum Aufbau organischer Substanzen im Boden bei. Es ist ein weitverbreitetes Missverständnis, dass der ökologische Landbau umweltfreundlicher ist und ein besseres Niveau des organischen Bodenmaterials aufrechterhält. Es gibt jedoch keine allgemein akzeptierten wissenschaftlichen Nachweise, die die Überlegenheit organischer oder anorganischer Pflanzennährstoffquellen unterstützen. Vielmehr zeigen Langzeitstudien aus aller Welt, dass eine ausgewogene Nährstoffausbringung durch den Einsatz von Viehdung und/oder kommerziell hergestellten Mineraldüngern zu nachhaltigen Ernten und Bodenleistungen führt.

 

Kann die Welt durch die Ausbringung organischer Düngemittel ernährt werden?

Der ökologische Landbau ist weniger wirtschaftlich und erzielt geringere Ernteerträge als die Landwirtschaft mit mineralischen Düngemitteln. Dies beruht zum Teil darauf, dass mineralische Düngemittel viel mehr essentielle Nährstoffe pro Einheit liefern als organisches Material. In vielen Ländern können erschöpfte Böden nicht länger genügend organisches Material liefern, um das Erdreich gesund zu erhalten.

Würden die 1,5 Milliarden Acre Ackerland der Welt organisch bewirtschaftet werden, dann hätten wir genug Nahrungsmittel für 2,4 Milliarden Menschen – mehr als 50 % der Weltbevölkerung von 6 Milliarden Menschen wären somit ohne Nahrungsmittel.

Ferner ist es schwierig, allein mit organischer Düngung ein optimales Gleichgewicht und eine optimale Qualität der Pflanzennährstoffe zu gewährleisten. Zum Beispiel würde die Versorgung der Pflanzen mit ausreichend Stickstoff durch die Ausbringung von Dung ein 4- bis 5-mal zu großes Überangebot an Kalium und Phosphor zur Folge haben. Die Ausschwemmung kann zu einer Verschmutzung der Gewässer führen und die darin vorkommenden Ökosysteme gefährden.

Mineralische Düngemittel sind im Allgemeinen kostengünstig, benötigen aber Investitionen im Voraus, die für Kleinbauern ohne Kreditwürdigkeit schwierig sind. Im Idealfall sollten mineralische Düngemittel zusammen mit organischen Düngemitteln ausgebracht werden. Dies verbessert die Bodenstruktur und die Kapazität des Bodens, Wasser zu speichern. Die Präzision, die hergestellte mineralische Düngemittel bieten, hilft dabei, die begrenzten Anwendungsmöglichkeiten der organischen Düngemittel zu überwinden.

 

Welche positiven Auswirkungen haben Düngemittel auf die Welt?

Annähernd die Hälfte der Weltbevölkerung ist heute dank der gesteigerten Nahrungsmittelproduktion am Leben. Dies ist ein direktes Ergebnis der Ausbringung mineralischer Düngemittel. Düngemittel und andere Zusätze versorgen die Welt mit billigen Nahrungsmitteln.

Die Agrarrevolution, der drastische Anstieg der Nahrungsmittelproduktion in Asien und Lateinamerika, wurde durch die Verwendung von mineralischen Düngemitteln zur Verbesserung von Saatgut und Zusatzstoffen ermöglicht. Die Ernährung von über 1 Milliarde Menschen in Asien wird allein der Agrarrevolution zugeschrieben.

Das Entkommen aus der extremen Armut beginnt mit Investitionen in die Landwirtschaft.

 

Kann die Welt ohne Düngemittel auskommen?

Der Mangel an Düngemitteln zur Wende des 20. Jahrhunderts, als die Weltbevölkerung nur ungefähr 1 Milliarde zählte, war die Ursache für riesige Hungersnöte auf einigen der größten Kontinenten der Welt sowie für eine Nahrungsmittelknappheit in Westeuropa. Stellen Sie sich vor, wie die Welt heute mit über 6 Milliarden Bewohnern damit zurechtkommen würde.

Daher ist die intelligente Ausbringung von Düngemitteln entscheidend, um die Ernteerträge zu vergrößern, den Gewinn der Landwirte zu verbessern und die Umwelt zu schützen. Verbesserte Bodenqualität durch den Aufbau organischer Substanzen ist ein wichtiger Bestandteil des Umweltschutzes. Dies kann durch das Einbringen ausgeglichener Nährstoffe erreicht werden, wobei diese organischer oder mineralischer Natur oder eine Kombination aus beiden sein können.